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Tipps und Tricks

Ärmel einnähen

Ärmel in Cotta einsetzen
Abb. 3

Um die Länge des Ärmels zu bestimmen, misst man vom Schulteransatz bis zum Handgelenk. Ärmel, die unten eng geschlossen werden, sollten etwa 5 cm länger bemessen werden, damit sich der Ärmel hinterher über dem Ellenbogen etwas schoppen kann - dadurch erhält man sich beim Armbeugen die Bewegungsfreiheit. Ich arbeite davon abgesehen eh immer mit einem Sicherheitszuschlag von 2-3 cm ;-).
Zunächst wird der Ärmel zusammengenäht: Der Keil wird an einer Seite angenäht, dann werden beide Seiten zu einer Röhre zusammengenäht. Um die Armkugel kümmern wir uns dabei gar nicht. Der obere Abschluss des Ärmels wird halt wie er wird.
Nun wird der Ärmel auf rechts gedreht, das oben zusammengenähte Kleid auf links. Wenn man halbwegs symmetrisch arbeitet, ist es egal, welcher Ärmel links und welcher rechts ist. Kommt man mit der Symmetrie nicht zurecht: 'rumprobieren!
Der Ärmel wird nun, wie auf Abb. 3 zu sehen ist, in den Ärmelausschnitt gesteckt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Seite mit dem Keil zum Rückenteil der Cotta zeigt. Der Ärmel wird dabei ganz leicht schräg eingesetzt.
Es ist am Anfang etwas schwierig, zusätzlich zum Ärmel auch noch die beiden Cotta-Teile übereinander zu bekommen. Ich fixiere dabei zunächst die beiden Cotta-Teile unterhalb des eingesetzen Ärmels mit einer Stecknadel. So sollen sie später zusammengenäht werden.
Wenn der Ärmel schön glatt im Kleid liegt, wird er mit Stecknadeln auf den vorgezeichneten Ärmelausschnitt-Linien festgesteckt.
Wenn man damit fertig ist, dreht man das Ganze ganz vorsichtig auf rechts und schaut, ob auch alles richtig sitzt und keine Falten schlägt. Wer mutig ist, kann das Ganze anprobieren. Aber gaaaaz vorsichtig, beim Jupiter! Ich persönlich setze mich dem Pieks-Risiko lieber jedes Mal aus - denn Handnähte wieder auftrennen ist blöd! ;-)
Wenn man den Ärmel rundherum angenäht hat (und alle Nadeln wieder draußen sind) kann noch eine Anprobe erfolgen. Ist alles ok, wird der überstehende Stoff vorsichtig abgeschnitten. Dabei muss man höllisch aufpassen, dass man nichts Verkehrtes abschneidet! Jetzt noch versäubern - fertig! War doch gar nicht so schlimm... ;-)
Die Methode hat den Vorteil, dass man nichts ausmessen muss. Alles passt sich automatisch an und die Armkugel ergibt sich so ganz von alleine.

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